Das sind die günstigsten Roaming-Anbieter der Schweiz

Moneyland hat die hiesigen Roaming-Tarife analysiert. Die Unterschiede zwischen den Mobilfunkunternehmen sind weiterhin gross.

Rechtzeitig vor Beginn der Sommerferien hat Telekom-Experte Ralf Beyeler von Moneyland die aktuellen Roaming-Angebote der Schweizer Mobilfunker unter die Lupe genommen. Die Provider werden dabei in verschiedenen Vergleichen analysiert.

Im ersten Vergleich geht der Vergleichsdienst Moneyland von Kundinnen und Kunden aus, die innert eines Jahres viermal in EU-Länder verreisen: genauer gesagt für zwei Wochen Sommerferien, eine Woche Herbstferien und zwei viertägige Städtereisen. Dabei sollen 6 Gigabyte Datenvolumen und 120 Minuten Telefonaten zur Verfügung stehen.

Komplettpakete

Das Resultat: Swisscom landet mit Kosten von 86.60 Franken auf der Spitzenposition. Knapp dahinter folgen Swype (87 Franken) und Aldi Suisse (mit Abo 89.60 Franken). Mit M-Budget und Wingo liegen zwei weitere Anbieter bei den Gesamtkosten unter 100 Franken. Sunrise ist mit 109.70 Franken teurer. Auch bei deren Billigmarken Yallo und Lebara mit 160 Franken (mit Prepaid) beziehungsweise 170 Franken (mit Abo) schlägt der Warenkorb weitaus teurer zu Buche.

Bei manchen Anbietern hängen die Kosten aber auch vom jeweiligen EU-Land ab. Ein Beispiel ist Mucho Mobile. In einigen EU-Ländern ist Mucho Mobile mit 82.80 Franken günstig, in anderen Ländern gehört der Provider mit 229.80 Franken jedoch zu den teuersten Anbietern. Auch bei Salt variieren die Preise je nach EU-Land, wobei die Kosten in jedem Fall eher hoch sind: Kundinnen und Kunden bezahlen für den Warenkorb je nach Land zwischen 133.50 und 367.90 Franken.

Wer kein Handy-Abo, sondern ein Prepaid-Angebot nutzt, hat bei Salt deutlich höhere Kosten. Zu den teuersten Anbietern gehört auch Post Mobile – ein Angebot von Salt in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Post – mit Kosten von je nach Land 276.70 Franken oder 336.70 Franken.

Reines Datenroaming

Telefongespräche verlieren im Vergleich zum Internet immer mehr an Bedeutung. Deshalb hat Moneyland auch die Kosten für die reinen Datenpakete für die EU-Länder unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Galaxus Mobile, Digital Republic und Teleboy sind bei 1 GB Datenvolumen am günstigsten. Das ein Jahr gültige Paket für alle EU-Länder ist für etwa 10 Franken erhältlich.

Wer 3 GB oder 10 GB benötigt, fährt mit Digital Republic am günstigsten: Die Kosten betragen 20 respektive 50 Franken und liegen damit deutlich unter jenen der Konkurrenten. Der jeweils zweitgünstigste Anbieter ist mit 45 Prozent beziehungsweise knapp 20 Prozent deutlich teurer.

Auch bei den Kosten für Datenroaming-Pakete sind die Unterschiede zwischen den Anbietern gross. Bei Lidl, Post Mobile und Salt bezahlen Reisende für 1 GB Datenroaming 24.95 Franken oder 39.95 Franken. 3 GB Datenroaming kosten bei Coop Mobile 60 Franken und bei der Salt-Billigmarke Gomo gar 75 Franken. Bei 10 GB Datenroaming sind Coop Mobile mit 200 Franken und Gomo mit 250 Franken das Schlusslicht.

Damit ist Gomo 400 Prozent teurer als der günstigste Anbieter Digital Republic. Anmerkung: Gomo bietet eine Option für 9.95 Franken pro Monat an (wird auch in den Monaten ohne Datenroaming verrechnet), mit dem die Kundinnen und Kunden einen Rabatt von 5 Franken pro Gigabyte erhalten. Laut Studie war eine Berechnung dieses Modells für die jährlichen Kosten nicht möglich, da die effektiven Kosten davon abhängig sind, wie sich die Nutzung über das Jahr verteilt.