Elon Musk spricht mit potenziellen Partnern über Twitter-Finanzierung

Das Vermögen Elon Musks, das von Forbes auf 245 Milliarden Dollar geschätzt wird, ist größtenteils in Tesla-Aktien gebunden. Um mehr liquide Mittel für den Twitter-Deal zurückzugreifen, verkaufte der Tesla- und SpaceX-CEO vergangene Woche Tesla-Aktien im Wert von 8,5 Milliarden Dollar. Außerdem nahm er ein Darlehen in Höhe von 12,5 Milliarden Dollar auf, das mit seinen

Das Vermögen Elon Musks, das von Forbes auf 245 Milliarden Dollar geschätzt wird, ist größtenteils in Tesla-Aktien gebunden. Um mehr liquide Mittel für den Twitter-Deal zurückzugreifen, verkaufte der Tesla- und SpaceX-CEO vergangene Woche Tesla-Aktien im Wert von 8,5 Milliarden Dollar. Außerdem nahm er ein Darlehen in Höhe von 12,5 Milliarden Dollar auf, das mit seinen Tesla-Aktien besichert ist. Einige Analysten sagen, dass die Finanzierungs, den Aktienkurs von Tesla bereits belasten.

Private-Equity-Firmen, Hedge-Fonds und wohlhabende Einzelpersonen sind nun in Gesprächen mit Musk über eine Beteiligung an seiner geplanten 44 Milliarden Dollar (42 Milliarden Euro) schweren Übernahme von Twitter, berichtet Reuters unter Berufung auf eine eingeweihte Quelle. Musk hat bereits rund 21 Milliarden Dollar für die Finanzierung des Geschäfts bereitgestellt. Weiterer Partner könnten seinen Beitrag an dem Deal verringern. Nach dem Bericht schlossen die Aktien von Tesla am Montag in New York mit einem Plus von 3,7 Prozent bei 902,94 Dollar.

Entscheidung steht noch aus

Apollo Global Management und Ares Management sind Berichten zufolge zwei der Private-Equity-Firmen, die an den Gesprächen beteiligt sind. Die zusätzliche Finanzierung könnte in Form einer Vorzugsaktienfinanzierung erfolgen, die eine feste Dividende von Twitter zahlen würde, während sie gleichzeitig mit dem Wert des Unternehmens steigt.

Musk hat noch keine endgültige Entscheidung über die Aufnahme von Großinvestoren getroffen, will aber dem Bericht zufolge derzeit keine weiteren Schulden für den Kauf aufnehmen. Er erklärte zudem, dass er so viele Investoren wie möglich bei Twitter halten möchte, wenn er das Unternehmen in private Hände nimmt.

Berichten zufolge hat Musk auch Gespräche mit wichtigen Twitter-Aktionären wie dem ehemaligen Twitter-Chef und jetzigen Vorstandsmitglied Jack Dorsey und großen institutionellen Anlegern wie Fidelity geführt, um ihre Anteile in das Geschäft einzubringen, anstatt sie zu übernehmen.

Musks hat große Pläne für Twitter 

Bei seiner Teilnahme an der jährlichen Met Gala in New York am Montag sagte Musk, er wolle Twitter aus seiner derzeitigen “Nischenrolle” herausführen, bis “der Großteil Amerikas” es nutze. “Im Moment ist es eine Art Nische. Ich möchte, dass ein viel größerer Prozentsatz des Landes dabei ist und sich an einem Dialog beteiligt”, sagte er.

Er fügte hinzu, er wolle, dass die Plattform “so umfassend wie möglich ist, wobei idealerweise die meisten Amerikaner dabei sind und sich unterhalten” und dass sie so vertrauenswürdig wie möglich ist.

Es ist jedoch fraglich, ob Musk den Deal angesichts seiner unberechenbaren Vergangenheit überhaupt abschließen wird. Im Jahr 2018 verkündete er beispielsweise auf Twitter, dass er “die Finanzierung gesichert” habe, um Tesla in private Hände zu geben, führte aber nie ein Geschäft durch.